Pychologie

Wirkungen von Emotionen in der Werbekommunikation

Obwohl bereits zahlreiche Forschungsergebnisse zur Werbewirkung existieren, stößt die klassische Marktforschung häufig immer noch an ihre Grenzen – zwar können Instrumente wie Tracking oder unbewusste bzw. bewusste Werbemittelmessung Anhaltspunkte für die Wirkung von Werbekommunikationsmaßnahmen liefern, wahre Gründe für die Urteile von Konsumierenden liefern sie aber nicht. Einige der Verfahren, wie z.B. Reaktionszeitverfahren, bei denen die Reaktionszeit von Versuchspersonen auf bestimmte Reize erfasst wird, können Aufschluss über Assoziationen geben, welche den Teilnehmenden der Untersuchung nicht bewusst sind. Und es ist auch unumstritten, dass das Erreichen von Aufmerksamkeit entscheidend für das Einprägen werblicher Informationen bei Konsumierenden ist. Allerdings ist immer noch nicht hinreichend erforscht, welche neurologischen Prozesse an der endgültigen Entscheidungsfindung im Rahmen des Konsumentenverhaltens beteiligt sind.

Bei der folgenden Arbeit wird nach einer kurzen Einführung in die Werbekommunikation zunächst das Entscheidungsverhalten der Konsumierenden von Werbung dargestellt und nachfolgend die Wirkungen von Emotionen in der Werbekommunikation auf Grundlage aktueller, neurowissenschaftlicher Erkenntnisse beschrieben, um abschließend im Ergebnis Hinweise für mögliche Handlungsansätze zur Förderung spezifischer Einstellungsänderungen bzw. eines konkreten Kaufverhaltens abzuleiten.

Forschung, Pychologie

Mit dem Porsche zur Bio Company oder warum man sich zur Corona-Zeit plötzlich doch mal nachlässig verhält – wie uns gutes Verhalten dazu verführt, schlecht zu handeln

Viele von uns geben sich tatsächlich jeden Tag Mühe, entsprechend unserer Werte möglichst moralisch gut zu handeln. Warum tun wir dann trotzdem manchmal etwas, das eigentlich gar nicht zu uns passt, z.B. Mc Donalds boykottieren, aber dann mit dem Auto zum Supermarkt fahren, um eine Ananas zu kaufen, das Waschmittel selber herstellen aber das in Plastik verpackte Gemüse in den Einkaufswagen legen oder beim Biobauern einkaufen aber den ätzenden Rohreiniger bei Verstopfung einsetzen.

Alles Beispiele für das Phänomen „moralische Lizenzierung“. Verschiedenen Studien zufolge gibt es bei uns Menschen eine Art moralisches Konto, auf das wir einzahlen, wenn wir uns moralisch in einem Bereich einwandfrei verhalten. In anderen Lebensbereichen setzen wir dann gerne weniger strenge Maßstäbe an. Auch wenn wir das Verhalten dann als moralisch nicht gut bewerten, ziehen wir dies gerne einfach von unserem moralischen Konto ab. Und erst, wenn wir mit unserem Konto in die Miese geraten, empfinden wir Schuldgefühl. Das lassen zumindest einige Studien vermuten.

Menschen, die in der Vergangenheit gesellschaftlich anerkannte, moralische Verhaltensweisen gezeigt haben, fühlen sich demnach in einer anderen Situation dazu berechtigt, sich unmoralisch zu verhalten. Aber auch die Erinnerung an gesellschaftlich erwünschte Verhaltensweisen in der Vergangenheit lässt Studien zufolge Menschen schädlichere Einstellungen zeigen. Und nicht zuletzt erlaubt es die Antizipation künftigen moralischen Verhaltens einer Person, sich unmoralisch zu verhalten. Die Forschung nimmt an, dass diese Mechanismen auf dem Prinzip des Strebens nach Kohärenz basiert – Ausgeglichenheit ist ein zentraler Aspekt im Überleben der Menschheit.

Das ist natürlich etwas hinterhältig und kann dazu führen, dass wir uns – bei allem Streben nach einem positiven und möglichst nachhaltigen Verhalten – eine Rechtfertigung zaubern, um den bequemen Weg gehen zu können.

Vor allem bei einem drohenden Verzicht oder einem Mangelgefühl greifen wird dann gerne auf unser Moralkonto zurück und nehmen doch wieder das Auto, weil wir uns ja vorgenommen haben, am Wochenende endlich unser Fahrrad fit zu machen und dann immer damit zur Arbeit zu fahren. Oder wenn wir uns vor Augen führen, dass wir ja Mitglied im Naturschutzbund sind und immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren – dann kann man doch auch mal nach München fliegen, anstatt die Bahn zu nehmen.

Vor allem auch in den Zeiten von Corona kann die moralische Lizenzierung tückisch sein. Menschen, die ein starkes Mangelgefühl durch den Verzicht auf eine Shoppingtour haben oder im Supermarkt brav die Maske tragen, obwohl sie das eigentlich doof finden, könnten in der Folge an einem der nächsten Tage eine Geburtstagsfeier besuchen oder sich auch einfach mal mit den besten Freunden drinnen treffen.


Stangl, W. (2021). Moral Licensing. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
(https://lexikon.stangl.eu/16141/moral-licensing)

Monin, B., Mullen, E. (2015) Consistency Versus Licensing Effects of Past Moral Behavior. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26393870/)

Effron, D. A., Merritt, A. C., Monin, B. (2010). Moral Self‐Licensing: When Being Good Frees Us to Be Bad
(https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1751-9004.2010.00263.x)

Pychologie

Kooperation und Wettbewerb als Verhalten bei Konflikten

Konflikte sind allgegenwärtig. Sie können überall dort auftreten, wo Menschen interagieren und betreffen damit verschiedene soziale Gebilde wie z.B. Familien, aktive Personen innerhalb der Politik oder auch Organisationen. Um die Qualität innerhalb dieser sozialen Systeme zu sichern, ist eine adäquate Bewältigung möglicher Konflikte notwendig. Der Erfolg dafür hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie stark ist der Wettbewerbsgedanke innerhalb des jeweiligen Systems ausgeprägt? Welche Art von Konflikt liegt vor? Und nicht zuletzt spielt die Orientierung der Konfliktpartner*innen eine wesentliche Rolle – sind sie eher kooperativ oder eher wettbewerbsorientiert eingestellt (Reinhardt & Tries, 2008, S. 109)?

Organisationen stehen in diesem Zusammenhang vielen Herausforderungen gegenüber. Die Globalisierung mit ihren vielfältigen Anforderungen, wie länderübergreifender Teamarbeit, einem zunehmenden Wettbewerbsdruck und der Auflösung altbekannter Strukturen, erhöhen das Konfliktpotenzial. Bleiben dadurch entstehende Konflikte unbewältigt, können Sie negative Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg haben. Hier spielt Kooperation innerhalb des Systems eine entscheidende Rolle – ein kooperatives Verhalten verringert die Entstehungsgefahr unnötiger Konflikte, die für das Unternehmen schädigende Konsequenzen haben können.

Aber wie kann trotz des hohen Konfliktpotenzials ein kooperatives Verhalten innerhalb von Organisationen erreicht und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden? Diese Fragestellung bietet die Grundlage für meine vorliegende Arbeit, die Konflikte, Kooperation und Wettbewerb in Organisationen betrachtet und Möglichkeiten zur Förderung eines kooperativen Verhaltens in Unternehmen bieten soll.

Forschung, Pychologie

Die eigene Persönlichkeit ändern? Angeblich leichter als gedacht – und zwar per App.

Extrovertierter oder gewissenhafter – die meisten Menschen würden gerne etwas an sich ändern. Laut einem Forschungsteam um Mathias Allemand von der Universität Zürich gar nicht so schwer, wie man denken würde. Und zwar nach Angabe des Teams möglich durch die Nutzung einer App.

Das Team stellte mehr als 1.500 Erwachsenen für drei Monate eine App zur Verfügung, die die Testpersonen dabei unterstützen sollte, eine Facette ihrer Persönlichkeit in Eigenregie zu verändern. Dabei standen die sogenannten Big Five der Persönlichkeit (Fünffaktorenmodell der Persönlichkeit) zur Auswahl: Extraversion, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen und Verträglichkeit. Es wurden 60 Items verwendet – zwölf pro Merkmal.

Als einer der häufigsten Veränderungswünsche wurde von den Teilnehmenden im Vorfeld mehr emotionale Stabilität – also mehr Ausgeglichenheit oder Selbstvertrauen und weniger depressive und ängstliche Gefühle – genannt. Fast genau so viele wollten gewissenhafter und geselliger (extravertierter) werden.

Die App unterstützte die Probanden und Probandinnen während des Versuchszeitraums durch die Vermittlung von Wissen, Motivation zur Selbstreflexion und Feedback zum Fortschritt sowie Reminder für selbst erstellte Wenn-dann-Pläne

Nach drei Monaten äußerten die Testpersonen ihren Zielen näher gekommen zu sein, als die Teilnehmer der einen Monat später mit der App startenden Kontrollgruppe. Die Auswertung ergab einen Anstieg mittlerer Stärke bei den Persönlichkeitsmerkmalen Extraversion, Gewissenhaftigkeit, emotionaler Stabilität und Verträglichkeit. Die Offenheit für neue Erfahrungen ließ sich allerdings nicht durch die App steigern.

Die Angaben der Teilnehmenden zu den Veränderungen wurde teilweise durch Freunde und Familie bestätigt, zumindest in den Bereichen Gewissenhaftigkeit und Extraversion. Allerdings etwas schwächer, als von den Teilnehmenden angegeben. Hinsichtlich der emotionalen Stabilität konnten die Angaben der Proband*innen allerdings nicht bestätigt werden.

Eine Veränderung der Big Five Persönlichkeitsdimensionen wird normalerweise durch die Übernahme neuer sozialer Rollen und Verantwortungen ausgelöst – so werden z.B. in bestimmten Altersabschnitten Rollenübergänge durch den Übergang in den Beruf oder die Familiengründung vollzogen, die Veränderungen der Persönlichkeit bei den Betroffenen auslösen.

Die Ergebnisse des Forschungsteams um Mathias Allemand lassen vermuten, dass sich die Persönlichkeitseigenschaften aber auch unabhängig von diesen Entwicklungsschritten und durch den Einsatz digitaler Formate verändern lassen. Weitere Studien müssen allerdings prüfen, wie stabil diese Veränderungen sind und ob sie auch im Verhalten nachweisbar sind.

Pychologie

Multitasking – überhaupt möglich? Und wenn ja: auch effizient?

Erfolgreiche und leistungsbereite Mitarbeiter sind das Kapital jedes Unternehmens. Denn durch motiviertes und leistungsorientiertes Personal lässt sich am ehesten ein Wettbewerbsvorteil erzielen. Das gilt insbesondere für die freie Wirtschaft und in einer Zeit, in der es eine steigende Anzahl von Kommunikationsmitteln gibt. Durch die extrem hohe Informationsdichte auf den unterschiedlichsten Kommunikationskanälen müssen die Arbeitnehmer heute ungleich mehr Informationen verarbeiten als früher.

US-amerikanische Arbeitsmediziner sprechen sogar vom sogenannten Web-Jahr: Ein permanent vernetzt arbeitender Angestellter muss heute innerhalb eines Jahres die Menge an Informationen verarbeiten, die vor der Einführung des Internets zwei bis drei Arbeitsjahren entsprochen hat.

Die heutige Anforderung im Arbeitsalltag besteht vor allem darin, diese Fülle an Aufgaben und Informationen angemessen bewältigen zu können. „Multitasking“ ist dabei die gesellschaftlich anerkannte Bezeichnung für den vermeintlich effektiven Umgang mit jenen Herausforderungen und wird dabei mit einem hohen Leistungspotenzial  gleichgestellt. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Bereich der Informatik und bezeichnet dort die Fähigkeit eines Betriebssystems, gleichzeitig mehrere Programme ausführen zu können.

Die Geschwindigkeit, mit der technische Innovationen heute im Arbeitsalltag Einzug halten und auch die extrem beschleunigte Kommunikation, wirken als Stressoren für Arbeitnehmer. Ausdruck dieser intensivierten (Arbeits-) Anforderungen sind auch die Fehlzeiten aufgrund psychischer Beschwerden, die laut der aktuellen Stress-Studie der Techniker Krankenkasse in den letzten 15 Jahren um fast 90 Prozent gestiegen sind.

Neben dem Zusammenhang zwischen Arbeitsalltag und Multitasking, der oft eine negative Konnotation besitzt, werden Menschen aber auch im Alltag permanent mit Mehrfachaufgaben konfrontiert, ohne dass dabei eine negative Assoziation erfolgt: so unterhalten sie sich z.B. während des Spazierengehens oder hören beim Autofahren Radio. In diesem Zusammenhang stellen sich die beiden Fragen:  Wann hat Multitasking negative Auswirkungen bzw. unter welchen Umständen vereinfacht es eventuell sogar den  Umgang mit unterschiedlichen Anforderungen?

Aber: Ist Multitasking überhaupt möglich? Welche Theorien gibt es dazu? Kann Multitasking außerdem aufgrund empirischer Ergebnisse überhaupt als effizient eingestuft werden und sind die bisherigen Forschungsergebnisse dazu generalisierbar? Und wie können Arbeitgeber den negativen Auswirkungen der gestiegenen Anforderungen entgegentreten und die Arbeitsgestaltung dahingehend positiv beeinflussen, dass die Arbeitskraft der Arbeitnehmer auch in ihrem „schnellen“ Arbeitsumfeld produktiv bleibt?

Hier der Versuch einer Annäherung:



Ruhwandl, D. (2012). Erfolgreich ohne auszubrennen. Das Burnout-Buch für Frauen (5. Auflage). Stuttgart.

Techniker Krankenkasse (2016). Entspann dich, Deutschland. TK-Stressstudie. Zugriff am 12.10.2016. Verfügbar unter https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/921466/Datei/93532/TK-Stressstudie%202016%20Pdf%20barrierefrei.pdf          

Forschung, Pychologie

Gelassener durch die Pandemie dank „The Walking Dead“?!

Einer kleinen Studie der University of Chicago zufolge (erschienen in der Fachzeitschrift „Personality and Individual Differences“) können Freunde von Horrorgeschichten mit Zombies oder Alien-Invasionen psychisch besser mit den Einschränkungen und Folgen der Corona-Pandemie umgehen.

310 Probanden wurden in der Untersuchung zu ihrem Umgang mit der Pandemie und den jeweiligen Vorlieben hinsichtlich ihres Medienkonsums befragt. Diejenigen, die besonders gerne Endzeit- oder Horrorinhalte konsumierten, gaben an, insgesamt gut auf die Pandemie vorbereitet zu sein. Laut Aussage der Forscher verfügten diese Probanden auch über mehr Resilienz im Umgang mit der Corona-Pandmie.

Koautor der Studie, John Johnson (emeritierter Professor für Psychologie von der Pennsylvania State University) bescheinigt jedenfalls, dass einigen Probanden der Kosum entsprechender Filme im Umgang mit der Pandemie zugute kam. Er vermutete, dass der Filmkonsum ein mentales Übungsszenario für eine realistische Situation bieten könne.

Natürlich beschreibt dieses Ergebnis lediglich eine Korrelation – eine Kausalität kann damit nicht begründet werden. Vielleicht können einige Menschen besser mit unterschiedlichen Horrorszenarie umgehen – und das sowohl im Zusammenhang mit Medien als auch in der Realität. Dann könnten die strapazierfähigeren Nerven wiederum eher eine Begründung für die Vorliebe horrorlastiger Filme sein.

Trotzdem spannend und sicherlich ein Grund mehr, endlich wieder mal eine morbide Story zu konsumieren….

Forschung, Pychologie

Von wegen Sport ist Mord: Faulsein macht dumm

Zahlreiche Studien belegen: Sport hat positive Auswirkungen auf die Leistunden des visuell-​räumlichen Gedächtnis sowie die Konzentrationsfähigkeit. Und auf die Stimmung. Damit kann körperliche Betätigung auch positive Auswirkungen auf das Befinden bei Depressionen haben – bei Probanden mit häufigen intensiven Trainingseinheiten auf Ergometern gingen die Symptome um ganze 47 Prozent zurück, wie ein aktueller Spiegel-Artikel erklärt.

Aber nicht nur das. Körperliche Faulheit lässt den Gehirnstoffwechsel stocken, kann die Entstehung von Alzheimer fördern und sogar psychiatrische Leiden fördern, wie eine aktuelle Studie des Neurologen Hansjörg Bäzner zeigt.

Also: Raus an die frische Luft und bewegen – dann schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

Forschung, Pychologie, Social Media, Sozialpsychiatrie

Social Media als Interventionsmöglichkeit zur Teilhabe psychisch beeinträchtigter Menschen?

Die Arbeit stellt das Nutzungsverhalten psychiatrisch erkrankter Personen hinsichtlich sozialer Medien dar, mit dem Schwerpunkt des Erkenntnisinteresses auf der Art der Nutzung, den verwendeten Formaten, dem Nutzungsumfang und der Zielsetzung.

Dazu werden zunächst der aktuelle Forschungsstand und theoretische Grundlagen zur Untersuchung des medialen Nutzungsverhaltens sowie zum für diese Arbeit gewählten qualitativen Forschungsansatz dargestellt.

Anhand von acht Interviews mit psychiatrisch Erkrankten, die sich zum Erstellungszeitpunkt der Arbeit in einer Betreuungssituation des in Berlin ansässigen sozialpsychiatrischen Trägers Perspektive Zehlendorf e.V. befanden, wurden Einzelfallanalysen erstellt und Nutzungsverhalten, Zielsetzung und die für die Nutzung sozialer Medien entscheidenden Motive der Erkrankten untersucht.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, inwiefern das Nutzungsverhalten von Gesunden und psychiatrisch erkrankten Personen übereinstimmt bzw. sich unterscheidet.

Einen Einblick in das Abstract und das Inhaltsvereichnis der Arbeit gibt es hier. Die komplette Arbeit sende ich gerne auf Anfrage per E-Mail an kontakt@roja-scheffel.de zu.

Forschung, Online, Pychologie, Social Media

Tablet, Playstation & Co.: Was macht der digitale Wandel mit unseren Kindern?

Wie ist es möglich, mit den Potenzialen aber auch den Risken der Digitalisierung sinnvoll umzugehen? Wodurch können die Vorteile der Digitalisierung genutzt und die individuellen Risiken minimiert werden?

Wie also lässt sich der digitale Wandel für Kinder entwicklungsgerecht gestalten? Und welchen Beitrag können oder müssen Schule und Eltern leisten, damit die Medienkompetenz der Kinder gestärkt wird und Medien in einem entwicklungsgerechten Ausmaß konsumiert werden können? Diese Fragen sind für die Kinder, die innerhalb der Digitalisierung aufwachsen, von enormer Bedeutung. Aber auch für die Eltern ergeben sich viele neue Fragestellungen und ganz neue Kommunikationsfelder.

Ziel der Arbeit ist es, die in diesem Zusammenhang aktuellen Forschungsergebnisse zum Einfluss des Medienkonsums auf das Verhalten von Grundschulkindern zu beleuchten. Gleichzeitig werden mittels einer in Schule und Hort durchgeführten Onlineumfrage die Mediennutzungsgewohnheiten der Kinder erhoben, um Rückschlüsse auf problematische Bereiche ziehen und entsprechende Handlungsempfehlungen zur Unterstützung der Eltern ableiten zu können.

Abschließend werden die gesammelten Ergebnisse zusammenfassend in Form von Hintergrundinformationen und praktischen Hinweisen in einem entsprechenden Flyer für die Eltern von Grundschulkindern dargestellt. Dies soll zu einem selbstsicheren und gut informierten Umgang bei der Vermittlung eines angemessenen Nutzungsverhaltens bezüglich digitaler Medien beitragen und die Eltern dadurch darin unterstützen, ihre Kinder auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten.

Forschung, Pychologie

Smells like clean spirit

Der Psychologe Martijn de Lange von der Universität Nimwegen hat untersucht, ob Gerüche unbewusst die Wahrnehmung und das Verhalten von Menschen beeinflussen können.

Er setzte in verschiedenen Experimenten die Probanden dem Geruch eines Allzweckreinigers mit Zitrusduft aus. Die Probanden bei denen während des Experiments der Allzweckreiniger im Raum versteckt war, äußerten zu ihren noch für den Tag geplanten Aktivitäten siginifikant häufiger die Angabe, im Laufe des Tages noch aufräumen oder putzen zu wollen. Während eines weiteren Experiements, bei dem den Probanden die Aufgabe gestellt wurde angeblich den Geschmack von (absichtlich sehr bröseligen) Keksen zu bewerten zeigte sich, dass die Personen bei denen im Raum der Duft von Zitrusreiniger eingesetzt wurde, nach dem Verzehr der Kekse häufiger und penibler den Tisch säuberten.

Und auch in Zugabteilen zeigte der Geruch Wirkung: In den Abteilen mit dem Zitrusduft des Reinigers hinterließen die Probanden im Gegensatz zu den Kontrollgruppen wesentlich weniger Abfall.