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Kooperation und Wettbewerb als Verhalten bei Konflikten

Konflikte sind allgegenwärtig. Sie können überall dort auftreten, wo Menschen interagieren und betreffen damit verschiedene soziale Gebilde wie z.B. Familien, aktive Personen innerhalb der Politik oder auch Organisationen. Um die Qualität innerhalb dieser sozialen Systeme zu sichern, ist eine adäquate Bewältigung möglicher Konflikte notwendig. Der Erfolg dafür hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie stark ist der Wettbewerbsgedanke innerhalb des jeweiligen Systems ausgeprägt? Welche Art von Konflikt liegt vor? Und nicht zuletzt spielt die Orientierung der Konfliktpartner*innen eine wesentliche Rolle – sind sie eher kooperativ oder eher wettbewerbsorientiert eingestellt (Reinhardt & Tries, 2008, S. 109)?

Organisationen stehen in diesem Zusammenhang vielen Herausforderungen gegenüber. Die Globalisierung mit ihren vielfältigen Anforderungen, wie länderübergreifender Teamarbeit, einem zunehmenden Wettbewerbsdruck und der Auflösung altbekannter Strukturen, erhöhen das Konfliktpotenzial. Bleiben dadurch entstehende Konflikte unbewältigt, können Sie negative Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg haben. Hier spielt Kooperation innerhalb des Systems eine entscheidende Rolle – ein kooperatives Verhalten verringert die Entstehungsgefahr unnötiger Konflikte, die für das Unternehmen schädigende Konsequenzen haben können.

Aber wie kann trotz des hohen Konfliktpotenzials ein kooperatives Verhalten innerhalb von Organisationen erreicht und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden? Diese Fragestellung bietet die Grundlage für meine vorliegende Arbeit, die Konflikte, Kooperation und Wettbewerb in Organisationen betrachtet und Möglichkeiten zur Förderung eines kooperativen Verhaltens in Unternehmen bieten soll.

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Multitasking – überhaupt möglich? Und wenn ja: auch effizient?

Erfolgreiche und leistungsbereite Mitarbeiter sind das Kapital jedes Unternehmens. Denn durch motiviertes und leistungsorientiertes Personal lässt sich am ehesten ein Wettbewerbsvorteil erzielen. Das gilt insbesondere für die freie Wirtschaft und in einer Zeit, in der es eine steigende Anzahl von Kommunikationsmitteln gibt. Durch die extrem hohe Informationsdichte auf den unterschiedlichsten Kommunikationskanälen müssen die Arbeitnehmer heute ungleich mehr Informationen verarbeiten als früher.

US-amerikanische Arbeitsmediziner sprechen sogar vom sogenannten Web-Jahr: Ein permanent vernetzt arbeitender Angestellter muss heute innerhalb eines Jahres die Menge an Informationen verarbeiten, die vor der Einführung des Internets zwei bis drei Arbeitsjahren entsprochen hat.

Die heutige Anforderung im Arbeitsalltag besteht vor allem darin, diese Fülle an Aufgaben und Informationen angemessen bewältigen zu können. „Multitasking“ ist dabei die gesellschaftlich anerkannte Bezeichnung für den vermeintlich effektiven Umgang mit jenen Herausforderungen und wird dabei mit einem hohen Leistungspotenzial  gleichgestellt. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Bereich der Informatik und bezeichnet dort die Fähigkeit eines Betriebssystems, gleichzeitig mehrere Programme ausführen zu können.

Die Geschwindigkeit, mit der technische Innovationen heute im Arbeitsalltag Einzug halten und auch die extrem beschleunigte Kommunikation, wirken als Stressoren für Arbeitnehmer. Ausdruck dieser intensivierten (Arbeits-) Anforderungen sind auch die Fehlzeiten aufgrund psychischer Beschwerden, die laut der aktuellen Stress-Studie der Techniker Krankenkasse in den letzten 15 Jahren um fast 90 Prozent gestiegen sind.

Neben dem Zusammenhang zwischen Arbeitsalltag und Multitasking, der oft eine negative Konnotation besitzt, werden Menschen aber auch im Alltag permanent mit Mehrfachaufgaben konfrontiert, ohne dass dabei eine negative Assoziation erfolgt: so unterhalten sie sich z.B. während des Spazierengehens oder hören beim Autofahren Radio. In diesem Zusammenhang stellen sich die beiden Fragen:  Wann hat Multitasking negative Auswirkungen bzw. unter welchen Umständen vereinfacht es eventuell sogar den  Umgang mit unterschiedlichen Anforderungen?

Aber: Ist Multitasking überhaupt möglich? Welche Theorien gibt es dazu? Kann Multitasking außerdem aufgrund empirischer Ergebnisse überhaupt als effizient eingestuft werden und sind die bisherigen Forschungsergebnisse dazu generalisierbar? Und wie können Arbeitgeber den negativen Auswirkungen der gestiegenen Anforderungen entgegentreten und die Arbeitsgestaltung dahingehend positiv beeinflussen, dass die Arbeitskraft der Arbeitnehmer auch in ihrem „schnellen“ Arbeitsumfeld produktiv bleibt?

Hier der Versuch einer Annäherung:



Ruhwandl, D. (2012). Erfolgreich ohne auszubrennen. Das Burnout-Buch für Frauen (5. Auflage). Stuttgart.

Techniker Krankenkasse (2016). Entspann dich, Deutschland. TK-Stressstudie. Zugriff am 12.10.2016. Verfügbar unter https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/921466/Datei/93532/TK-Stressstudie%202016%20Pdf%20barrierefrei.pdf