Psychologie, Selbsthilfe

KI für mentale Gesundheit

Technologien der Künstlichen Intelligenz werden im Bereich der Medizin und des Gesundheitswesens schon seit Jahren eingesetzt und auch in der Sozialen Arbeit in absehbarer Zeit an Bedeutung gewinnen.

Im Bereich der mentalen Gesundheit existieren bereits einige Apps und Technologien, von denen ich einige gerne vorstellen möchte. Zum einen um Aufmerksamkeit für den möglichen Einsatz dieser Instrumente zu wecken und zum anderen, um diesen äußerst interessanten Bereich der aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten darzustellen.

Und natürlich als Übersicht für Betroffene – als kleine Unterstützung bei der Auswahl. Dafür werden weiter unten fünf spannende Apps vorgestellt.

Ich begeistere mich sehr für das Thema KI in der Sozialen Arbeit – sollte jemand spannende Hinweise, Ergänzungen oder Interesse an einem Austausch zum Thema haben, freue ich mich über eine E-Mail an: kontakt@roja-scheffel.de.

Was KI-mäßig schon so geht

Es gibt bereits eine ganze Reihe von Technologien, welche im Bereich Voice AI Instrumente anbieten, um Emotionen und Gesundheitsinformationen anhand der Stimme zu erkennen oder Analysen von verschiedenen Emotionen und Gesichtsausdrücken zu realisieren.

Beyond Emotion

Beyond Emotion ist eine Ausgründung aus dem FTZ Smart Systems der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zur zur Analyse von Gesichtsausdrücken (https://beyond-emotion.de/).

SimSensei

Einige Anwendungen, wie z.B. SimSensei, können sogar mittels einer künstlichen Inntelligenz therapeutische Gespräche führen, indem sie sich dem Aktivitätsniveau der Personen anpassen, indem sie die Mimik, das Aufmerksamkeitslevel und die Körperaktivität einbeziehen (https://www.audeering.com/de/).


5 Apps für die mentale Gesundheit

Cogito

Die App Cogito (am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf entwickelt) bietet Selbsthilfeübungen für eine Reihe psychischer Probleme mit dem Ziel, Betroffene in den Bereichen Stimmung und Selbstvertrauen zu uterstütze. Mehr Infos bietet die Seite vom Universitätsklinikum Hamburg.

SERO

Die Selbstmanagement-App SERO stellt suizidgefährdeten Personen und ihren Angehörigen mögliche Schritte zur Suizidprävention zur VerfügungWeitere Infos zur App bietet die Website des Projekts an der Berner Fachhochschule

Heavy Mental

Die von der Zürcher Hochschule der Künste entwickelte App Heavy Mental bezieht sich konkret auf emotionales Erleben und unterschiedliche Funktionen, um Gefühle auszudrücken. Weitere Infos bietet die offizielle Website zur App.

PRIOVI

Die App PRIOVI bietet Hilfe bei Borderline-Symptomatik, aber auch bei anderen psychiatrischen Erkrankungsbildern. Sie führt mit Betroffenen einen interaktiven Dialog, passt sich den Antworten entsprechend an und zeigt Handlungsalternativen. Mehr Infos bietet die Website zur App.

clare&me

Die Künstliche Intelligenz namens Clare von clare&me spricht via Telefon mit Nutzern über die eigene psychische Gesundheit und bietet auch über WhatsApp oder SMS Ratschläge und Hinweise zu individuellen Handlungsoptionen. Mehr Infos gibts auf der Website zur App.

pia.ai

Der künstliche Intelligenz-Chatbot Pi bietet Maßnahmen aus dem Bereich des Coachings mittels KI. Nutzende können Pi fragen wie sie Fähigkeiten verbessern, sich entspannen oder motivieren können. Oder einfach nur plaudern – in menschenähnlichen Dialogen. Mehr Infos auf pi.ai.

Psychologie, Selbsthilfe

App für Suizidprävention (SERO) bietet auch Unterstützung für Bezugspersonen

Weltweit nehmen sich jedes Jahr über 700‘000 Menschen das Leben. Das Projekt SERO hat zum Ziel, Suizide und Suizidversuche zu reduzieren.

Eineam Institut für Patient-centered Digital Health der Berner Fachhochschule BFH im Rahmen des Projekts SERO entwickelte Selbstmanagement-App ermöglicht es suizidgefährdeten Personen und ihren Angehörigen, geeignete Schritte zur Suizidprävention einzuleiten.

Weitere Infos zur App bietet die Website des Projekts an der Berner Fachhochschule.

Heunterladen kann man die App hier:

Quelle: www.bfh.ch

Psychologie, Selbsthilfe

Selbsthilfe-Smartphone-App COGITO

COGITO ist eine kostenlose Selbsthilfe-App, die Selbsthilfeübungen für eine Reihe psychischer Probleme bereitstellt. Ziel der App ist die Steigerung des mentalen Wohlbefindens und die Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls sowie der Lebenszufriedenheit. Die App kann auch zur Unterstützung des Metakognitiven Trainings (www.uke.de/mkt) eingesetzt werden.

Weitere Infos zur App bietet die Website der Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie am UKE.

Cogito im Video

Forschung, Psychologie, Social Media, Sozialpsychiatrie

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bezugsbetreuung im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens in der Sozialpsychiatrie – Perspektiven von Betroffenen. Eine qualitative Studie.

Die Untersuchung stellt die Auswirkungen der Corona-Pandemie von Beginn bis Dezember 2022 auf die Bezugsbetreuung im Betreuten Einzelwohnen psychiatrisch Erkrankter innerhalb der Sozialpsychiatrie aus Sicht der Klientinnen und Klienten dar.

Die Ergebnisse zeigen neben den Auswirkungen coronabedingter Maßnahmen auf die Bezugsbetreuung außerdem, welche Handlungsempfehlungen sich aus den Untersuchungsergebnissen unter Einbezug des bisherigen Forschungsstandes ableiten lassen und bieten mögliche Ansätze für die Formulierung weiterer, differenzierter Untersuchungen.

Dazu werden zunächst der aktuelle Forschungsstand und theoretische Grundlagen zu den Grundprinzipien der gemeindepsychiatrischen Versorgung sowie der für diese Untersuchung gewählte qualitative Forschungsansatz dargestellt.

Auf Grundlage von neun Interviews mit psychiatrisch Erkrankten, welche sich zum Erstellungszeitpunkt vorliegender Arbeit innerhalb des Betreuten Einzelwohnens in einer Bezugsbetreuung des sozialpsychiatrischen Trägers Perspektive Zehlendorf e.V. befanden, wurden entsprechende Einzelfallanalysen abgeleitet und Bewertungen der Befragten hinsichtlich verschiedener Bereiche der Betreuung sowie Einschätzungen und Wünsche bezüglich möglicher, zukünftig auftretender Krisensituationen untersucht.

Einen Einblick in das Abstract und das Inhaltsvereichnis der Arbeit gibt es hier. Die komplette Arbeit sende ich gerne auf Anfrage per E-Mail an kontakt@roja-scheffel.de zu.

Forschung, Psychologie, Social Media, Sozialpsychiatrie

Social Media als Interventionsmöglichkeit zur Teilhabe psychisch beeinträchtigter Menschen?

Die Arbeit stellt das Nutzungsverhalten psychiatrisch erkrankter Personen hinsichtlich sozialer Medien dar, mit dem Schwerpunkt des Erkenntnisinteresses auf der Art der Nutzung, den verwendeten Formaten, dem Nutzungsumfang und der Zielsetzung.

Dazu werden zunächst der aktuelle Forschungsstand und theoretische Grundlagen zur Untersuchung des medialen Nutzungsverhaltens sowie zum für diese Arbeit gewählten qualitativen Forschungsansatz dargestellt.

Anhand von acht Interviews mit psychiatrisch Erkrankten, die sich zum Erstellungszeitpunkt der Arbeit in einer Betreuungssituation des in Berlin ansässigen sozialpsychiatrischen Trägers Perspektive Zehlendorf e.V. befanden, wurden Einzelfallanalysen erstellt und Nutzungsverhalten, Zielsetzung und die für die Nutzung sozialer Medien entscheidenden Motive der Erkrankten untersucht.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, inwiefern das Nutzungsverhalten von Gesunden und psychiatrisch erkrankten Personen übereinstimmt bzw. sich unterscheidet.

Einen Einblick in das Abstract und das Inhaltsvereichnis der Arbeit gibt es hier. Die komplette Arbeit sende ich gerne auf Anfrage per E-Mail an kontakt@roja-scheffel.de zu.